Dokumentation
4. August 2014

Was ist eine Dichtheitsprüfung?

Eine Dichtheitsprüfung dient der Feststellung der Dichtheit
von Abwasserkanälen und Abwasserleitungen, um den Zustand der Umwelt zu verbessern.
Sie soll absichern, dass kein Schmutzwasser oder verunreinigtes Wasser in das Grundwasser sickert, und somit die Umwelt und den Menschen gefährden oder Ihre Immobilie beschädigt wird.

Wie läuft eine Dichtheitsprüfung ab?

Nach gründlicher Reinigung der Leitungen (z.B. durch Hochdruckspülung), erfolgt vor der eigentlichen Dichtheitsprüfung eine optische Prüfung des Rohres mittels TV-Befahrung. Bei einer augenscheinlichen Einschätzung als „schadensfrei” ist die Prüfung erbracht. Werden Schäden festgestellt, ist eine Dichtheitsprüfung mittels Luft oder (in der Regel) Wasser des defekten Rohres über einen bestimmten Zeitraum nötig. In vielen Fällen ist eine Sanierung der Leitung erforderlich, bis die Dichtheit gewährleistet ist.

Was habe ich von einer Dichtheitsprüfung?

Dichtheitsprüfung Flyer

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Zunächst können Sie sicher sein, dass Ihre Abwasserleitungen – insbesondere die innerhalb Ihrer
Räume – dicht sind. Somit beugen Sie einer möglichen Überschwemmung durch Rohrbruch vor. Denn durch einen freien Kanal können große Wassermassen schneller in den Kanal abfließen.

Zum anderen verbessern Sie die hygienischen Umstände innerhalb Ihres Grundstückes, denn austretendes, mit Fäkalien verunreinigtes Schmutzwasser belastet auch Ihr Grundstück erheblich. Schlimmer wirken sich sogar Undichtigkeiten innerhalb von Mauern oder unterhalb der Bodenplatte aus. Teure Feuchtigkeitsschäden sind die Folge.

Wer darf eine Dichtheitsprüfung durchführen?

Die Dichtheitsprüfung ist durch einen anerkannten Fachbetrieb gemäß DIN 1986-30 und nach der optischen Zustandsbewertung gemäß DIN EN 13508 durchzuführen. Für neue oder wesentlich veränderte Abwasserleitungen gilt die Druckprüfung gemäß DIN EN 1610 für die wir als Fachbetrieb auch zertifiziert sind.

Die allgemeine Gesetzeslage

Nach § 60 Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz des Bundes (WHG) besteht grundsätzlich für Jedermann die Verpflichtung, seine Abwasseranlagen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik herzustellen, zu betreiben und zu unterhalten. Das bedeutet nichts anderes, als dass jede Abwasserleitung absolut dicht sein muss. Bei defekten Abwasserleitung kann Schmutzwasser versickern und Boden oder Grundwasser verunreinigen. Umgekehrt kann auch Grundwasser in die Abwasserleitung eindringen (so genanntes Fremdwasser), das in der Kläranlage unerwünscht ist, weil es teuer gereinigt werden muss. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Anforderung bezüglich der Umsetzung der gesetzlichen Richtlinien. Inwieweit Sie als Eigentümer entsprechend Ihres Bundeslandes handeln sollten oder gar müssen, verraten wir Ihnen detailliert hier.

Achtung Bauherren

Die DIN 1610 schreibt nach dem die Dichtheitsprüfung
vom Fachmann durchgeführt wurde nicht nur die
Dokumentation, sondern auch ein Prüfprotokoll, zur
Verwendung, entsprechend der lokalen Abwassersatzung,
vor. Achten Sie daher darauf das diese verpflichtende
Anforderung von ihrem Bauträger durchgeführt und ihnen
zur späteren Vorlage, diese Unterlagen ausgehändigt werden.